Auf dem Genfer Autosalon stehen traditionell vor allem Luxuskarossen, Sportwagen und aussergewöhnliche Studien im Fokus. In deren Schatten sind aber auch Alltagsautos mit mehr Realitätsbezug zu entdecken.

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Genf steht für Glamour: Jedes Jahr trifft sich die PS-Branche im Südwesten der Schweiz, wenn Sport- und Luxusmarken wie Aston Martin, Bentley oder Ferrari dort auf dem Autosalon besonders potente und teure Neuheiten zeigen (Publikumstage: 8. bis 18 März).

Doch wer sucht, findet am Genfer See nicht nur Grosses, Schnelles und Teures. Auch einige Kleinwagen debütieren. Drei davon im Überblick:

Skoda hat den Fabia überarbeitet

Skoda Fabia
Mehr elektronische Hilfen: Der überarbeitete Skoda Fabia, hier auf dem Genfer Autosalon, hat neue Assistenzsysteme an Bord. © dpa / Nicolas Blandin

Wie es mit der Dieseltechnologie weitergeht, weiss momentan keiner so genau. Fest steht aber: Die Kleinwagenkunden bei Skoda müssen künftig ohne einen Selbstzünder auskommen. Denn mit dem Facelift des Fabia setzt die tschechische VW-Tochter fortan ausschliesslich auf Benziner.

Die vier Motoren leisten zwischen 44 kW/60 PS und 81 kW/110 PS. Die stärkeren Dreizylinder verfügen über Turboaufladung, Direkteinspritzung und Partikelfilter.

Die Topversion lässt sich mit einem siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebe koppeln. Als Zeitpunkt für den Marktstart nennt Skoda das zweite Halbjahr.

Optisch haben die Tschechen Hand an Front- und Heckschweller angelegt, ausserdem bieten sie erstmals LED-Technik für Scheinwerfer und Heckleuchten an. Neue Assistenzsysteme können zum Beispiel beim Spurwechsel oder Ausparken helfen.

Im Innenraum gibt es unter anderem ein neu gestaltetes Cockpit. Fürs Infotainment kann gegen Aufpreis ein System mit 6,5-Zoll-Bildschirm an Bord gehen.

Neuer Crossover des Ford Ka+

Ford Ka+
Facelift für den Ford Ka+: Zu erkennen ist die neue Fassung vor allem an der umgestalteten Frontpartie. © dpa / Nicolas Blandin

Optische Retuschen an der Front, neu abgestimmte Vorderachse und neue Motoren: Das sind einige Merkmale der Überarbeitung, die Ford seinem kleinsten Pkw-Modell Ka+ spendiert hat. Der Wagen lässt sich zu Preisen ab 9990 Euro sofort bestellen.

Anders als Skoda setzt Ford auf den Selbstzünder und bietet erstmals einen Diesel im Motorenportfolio des Ka+ an.

Dieser 1,5 Liter grosse Turbomotor ist für 70 kW/95 PS und ein maximales Drehmoment von 215 Newtonmetern (Nm) gut. Neu ist auch ein Dreizylinder, der als 1,2-Liter-Benziner in zwei Stufen mit 51 kW/70 PS und 62/85 kW zur Wahl steht.

Vier Ausstattungsvarianten stehen parat. Eine davon ist neu und macht den Ka+ zum Crossover. So hat er als Active 23 Millimeter mehr Bodenfreiheit und ist etwas länger und breiter als die anderen Versionen.

Auch eine Dachreling, rustikalere Karosserieteile und verkleidete Radkästen gehören zum Auftritt des Kleinwagens in SUV-Optik.

Frische Front und mehr Komfort für den Toyota Aygo

Toyota Aygo
Frische Front und mehr Komfort - so präsentiert Toyota den Aygo in seiner neuesten Version auf dem Genfer Salon. © dpa / Nicolas Blandin

Seit vier Jahren ist die zweite Generation des Toyota Aygo auf den Strassen unterwegs, jetzt hat der Hersteller sie überarbeitet. Der Kleinwagen fährt in Genf unter anderem mit einer neu gestalteten Front vor.

Weiterentwickelte Ausstattungspakete sowie mehr Komfort unter anderem durch bessere Geräuschdämmung gehören zur Auffrischung. Beim Dreizylinder hat Toyota unter anderem die Leistung leicht auf nun 53 kW/72 PS gesteigert.

Gesunken ist nach Herstellerangaben dagegen der Verbrauch - um 0,2 auf 3,9 Liter (CO2-Ausstoss: 90 g/km).  © dpa

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