Vor acht Monaten war Manager Bernhard Günther Opfer eines Säure-Angriffs. Noch immer sind die Täter nicht gefasst. Nun greift sein Konzern zu finanziellen Mitteln, um den Fall aufzuklären.

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Rund acht Monate nach dem Säure-Anschlag auf den Innogy-Manager Bernhard Günther hat der Energiekonzern eine Prämie für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung der Tat und zur Ergreifung des Täters führen.

Die Belohnung betrage bis zu 80.000 Euro, teilte das Unternehmen am Montagmorgen mit. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Bernhard Günther will so Anschlagsfolgen verarbeiten

"Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die Täter gefasst werden", sagte Günther der Zeitung. "Eine Aufklärung der Tat und zu wissen, warum das alles geschehen ist, würde mir helfen, mit den Folgen des Anschlags umzugehen."

Der Innogy-Finanzchef war am 4. März nach dem Joggen nahe seines Wohnhauses in Haan bei Düsseldorf überfallen worden. Zwei Männer warfen den 51-Jährigen zu Boden und übergossen ihn mit Säure.

Günther wurde wenige Wochen nach der Tat aus dem Krankenhaus entlassen und nahm bald darauf die Arbeit wieder auf. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hatte ihre Ermittlungen im September eingestellt.

Die Belohnung sei ausschliesslich für Privatpersonen bestimmt, hiess es in der Innogy-Mitteilung. Hinweisgeber könnten auf Wunsch auch anonym bleiben.  © dpa

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