Kleiderschrank aufräumen – aber mit System! Unsere Tipps zum Ausmisten, zur Aufbewahrung und für Falttechniken helfen dir, deinen Schrank übersichtlicher zu gestalten.

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Wer seinen Kleiderschrank aufräumt, wird jeden Morgen beim Anziehen mit einem ordentlichen Anblick belohnt. Was gibt es schliesslich Schöneres als einen farblich und saisonal sortierten Schrank mit den eigenen Lieblingsklamotten? Wir zeigen dir in diesem Ratgeber, wie du Schritt für Schritt zu einem aufgeräumten Kleiderschrank gelangst.

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Kleiderschrank aufräumen: So funktioniert es

Aller Anfang ist schwer. Willst du deinen Kleiderschrank aufräumen, solltest du dabei nach den folgenden Punkten vorgehen:

  1. Schrittweise aufräumen: Der Druck, innerhalb eines Tages einen kompletten Kleiderschrank aufräumen zu wollen, kann schnell zu Überforderung führen. Mache dir stattdessen einen Zeitplan, um Stück für Stück aufzuräumen. Widme dich beispielsweise an einem Tag nur deinen Pullovern, dann machst du mit den Hosen oder T-Shirts weiter etc.
  2. Anprobieren und ausmisten: Für einen ordentlichen Kleiderschrank ist es wichtig, dass du die Kleidungsstücke, die dir nicht mehr passen oder gefallen, aussortierst. Dafür kannst du drei Stapel anlegen: Stücke, die du behalten möchtest, Stücke, bei denen du dir unsicher bist und solche, die du nicht mehr haben möchtest. Wichtig ist dabei, dass du deine Klamotten unbedingt anprobierst. Sitzen Kleidungsstücke nicht mehr richtig, wirst du sie in der Regel auch nicht tragen.
  3. Kleiderschrank reinigen: Bevor du deine Kleidung neu einsortierst, solltest du deine Schubladen und Fächer gründlich putzen und von Staubpartikeln befreien.
  4. Kleidung falten: Sehr praktisch zum Aufräumen des Kleiderschranks ist die Falttechnik der Japanerin Marie Kondo, die durch ihr Buch Magic Cleaning bekannt wurde. Nach ihrer Konmari-Methode faltest du die einzelnen Kleidungsstücke so, dass sie als kleines Dreieck eigenständig stehen können. So kannst du sie hochkant in Boxen oder Schubladen aneinanderreihen. Das hat im Wesentlichen drei Vorteile: Weder knittern die Klamotten noch nehmen sie viel Platz weg. Ausserdem hast du immer den Überblick, welche und wie viele Kleidungsstücke du besitzt.
  5. Kleidung ordentlich sortieren: Nun sortierst du deine Kleidungsstücke ordentlich in den aufgeräumten Kleiderschrank ein. Wenn du die Kleidung nach Farbe und Saison ordnest, findest du schnell, was du suchst. Ausserdem lohnt es sich, Schuhe und kleine Accessoires wie Gürtel und Schals in Boxen einzusortieren. Dafür musst du dir keine neuen Aufbewahrungskisten kaufen. Stattdessen kannst du leere Schuhschachteln verwenden.

So kannst du deinen Kleiderschrank ausmisten

Wer seinen Kleiderschrank aufräumt, wünscht sich in der Regel auch langfristig Ordnung. Dafür ist es wichtig, dass du die Kleidung, die du nicht mehr trägst, regelmässig aussortierst. Dabei hilft es dir vielleicht, zu überlegen, welche Stücke du ein Jahr lang nicht mehr angezogen hast. Dich von diesen Kleidungsstücken zu trennen, wird dich sicherlich befreien.

Folgende Tipps können dir ausserdem beim Aufräumen und Ausmisten des Kleiderschranks helfen:

  • Laut Marie Kondo solltest du jedes Kleidungsstück in die Hand nehmen und dich fragen, ob es dich glücklich macht. Ist das nicht der Fall, kannst du es aussortieren.
  • Auf Social Media kursiert die sogenannte "Poop-Regel” – die etwas eklig ist. Dabei stellst du dir die Frage, ob du das Kleidungsstück, bei dem du dir unsicher bist, waschen würdest, wenn es mit Kot beschmiert wäre. Ist die Antwort nein, kannst du das betroffene Stück ausmisten. Das Ganze ist zwar etwas weit hergeholt, aber die Regel kann dir helfen, eine schnelle Entscheidung zu treffen, wenn du unsicher bist. Das Gleiche trifft aber auch auf das Prinzip von Marie Kondo zu.

Kleiderschrank aufräumen: Wohin mit der ausgemisteten Kleidung?

Hast du deinen Kleiderschrank aufgeräumt, solltest du die Kleidung nicht im Restmüll entsorgen. Wir stellen dir verschiedene Möglichkeiten vor, wie du aussortierte Klamotten weitergeben kannst:

  • Kleidung spenden: Wie wäre es, wenn du deine Kleidung an gemeinnützige Organisationen spendest und so Bedürftigen eine grosse Hilfe leistest? Oxfam, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) oder dasDeutsche Rote Kreuz (DRK) sind für viele Sachspenden dankbar.
  • Geschenk an Freunde und Verwandte: Mit den Kleidungsstücken, die dir nicht mehr gefallen oder passen, kannst du nach dem Aufräumen des Kleiderschranks vielleicht noch Freund:innen, Bekannten oder Verwandten eine Freude machen. Ausserdem weisst du deine Kleidung so in guten Händen und siehst sie vielleicht noch an Menschen, die dir nahestehen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kleidertauschparty?
  • Secondhand: Du kannst deine Kleidung auch weiterverkaufen und so ein wenig Geld verdienen. Dafür bietet sich zum Beispiel der nächste Flohmarkt in deiner Stadt an. Alternativ kannst du aussortierte Kleidungsstücke auf Online-Portalen wie Momox Fashion oder Vinted verkaufen. Mehr dazu hier: Gebrauchte Kleidung verkaufen: 4 Tipps, wo das am besten geht.

Übrigens: Wenn du dein Konsumverhalten überdenken möchtest und deinen Kleiderschrank nicht bald schon wieder aufräumen willst, dann ist vielleicht ein minimalistischer Kleiderschrank eine gute Idee für dich.

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Überarbeitet von Lea Hermann  © UTOPIA