Wie kann die Verkehrswende gelingen? Deutschland hat sich vom Eisenbahn- zum Automobilland entwickelt – jetzt müssen wir dringend den Weg in eine postautomobile Gesellschaft einschlagen. Zu diesem Schluss kommt Soziologe und Verkehrswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Knie. Im Interview mit Utopia verrät er, was beim Deutschlandticket noch falsch läuft, ob Autos künftig autonom fahren und welche mutigen Schritte für echte Veränderungen nötig sind.
Keine Autos mehr? Wie werden wir uns in zehn Jahren fortbewegen – in der Stadt und auf dem Land? Was wird sich ändern, was bleiben und welche Rolle spielen Autos dann noch? Prof. Dr. Andreas Knie forscht zu diesen Fragen am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).
Im Utopia-Interview erklärt der Verkehrswissenschaftler und Soziologe, inwiefern sich Deutschland vom Eisenbahn- zum Automobilland entwickelt hat, warum man diesen Trend umkehren muss und was beim Deutschlandticket schiefläuft. Ausserdem verrät der Verkehrsexperte, wann sich autonomes Fahren bei uns durchsetzen wird – und warum die Politik Autos nicht länger privilegieren darf.
Verkehrswissenschaftler im Utopia-Interview
Utopia: Herr Prof. Dr. Knie, Sie leben in Berlin. Haben Sie ein eigenes Auto?
Prof. Knie: Nein, habe ich nicht.
Utopia: Damit gehören Sie in Berlin zur Mehrheit, denn Berlin hat die geringste Autodichte aller Bundesländer. Im Bundesdurchschnitt kommen auf 1.000 Einwohner:innen allerdings 580 Autos – Tendenz steigend.
Knie: Wir haben tatsächlich fast 50 Millionen PKWs für etwas mehr als 80 Millionen Einwohner. Wenn man alle Fahrzeuge zusammenzählt, sind es sogar fast 70 Millionen. Das ist kein Zufall. Wir haben in Deutschland eine Art nachholende Motorisierung erlebt.
Prof. Andreas Knie: Deutschland wurde vom Eisenbahn- zum Autoland
Utopia: Können Sie das genauer erklären?
Knie: In den 20er, 30er und 40er Jahren waren wir noch kein Autoland, sondern Eisenbahnland. Wir hatten relativ gesehen weniger Autos als Spanien, Italien, Frankreich oder vor allem die USA. Erst durch die Nationalsozialisten kam ein Parteiprogramm auf, das sich klar pro Auto ausgesprochen hat. Es wurde eine Strassenverkehrsordnung beschlossen, die ausschliesslich dem Auto Vorfahrt gibt, ebenso eine Reichsgaragenverordnung erlassen und der Autobahnbau vorangetrieben, obwohl es noch wenige Autos gab. Im Mittelpunkt stand der Volkswagen, den sich jeder leisten können sollte. Diese Politik wurde vor allem in Westdeutschland in den 40er, 50er und 60er Jahren massiv nach vorne geschoben – mit dem Ergebnis, dass wir jetzt richtig viele Autos haben, die wir nach wie vor hochgradig privilegieren.
Utopia: Könnten Sie Beispiele für diese Privilegierung von Autos nennen?
Knie: Die Entfernungspauschale [Anm. d. Red.: auch als Pendlerpauschale bekannt], die noch mal erhöht werden soll, nutzt Menschen, die viel Einkommen haben. Weiterhin tragen wir etwa sieben Milliarden Euro zur Dieselsubventionierung bei, um Dieselsprit günstig zu halten. Und mit der Ein-Prozent-Regel für Verbrenner-Dienstwagen, mit der monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises versteuert werden muss, kann man mit einem guten Einkommen und einem teuren Auto etwa die Hälfte des Wertes eines Autos durch Steuern refinanzieren.
Das wird garniert mit kostenfreiem Parken auf öffentlichem Raum. Wir verschenken den öffentlichen Raum damit an diejenigen, die ein privates Auto haben. Das ist eine unglaubliche Privilegierung eines Verkehrsmittels und steht der tatsächlichen Nutzungsfrequenz entgegen, da wir in den Städten eine abnehmende Fahrleistung beobachten.
"Unglaubliche Privilegierung”: öffentlicher Raum wird an Autos verschenkt
Utopia: Das bedeutet, viele Autos stehen ungenutzt auf Flächen herum, die man anderweitig verwenden könnte. Wie kann eine Verkehrswende gelingen?
Knie: Wir sind heute ein Automobilland. Davon ausgehend ist der erste grosse Hebel weniger zu fahren, also die Zahl der Autos zu reduzieren und weniger Autokilometer damit zu machen. Der zweite grosse Hebel ist, Teile des Autobestands zu elektrifizieren. Als Drittes sollten wir den Verkehr verlagern auf öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad und den Fussverkehr.
Zwar beobachten wir einen Anstieg der Fussgängerinnen und Fussgänger und bei den Radfahrenden, der öffentliche Verkehr allerdings bleibt seit Jahrzehnten eher im gleichen Bereich. Hier steigen zu wenige Menschen um.
Utopia: Aber das Deutschlandticket hat doch endlich eine klimafreundlichere Mobilität für Millionen Bundesbürger:innen günstiger gemacht und erfreut sich grosser Beliebtheit.
Knie: Das Deutschlandticket hat diejenigen katholisch gemacht, die schon katholisch sind. Die Menschen, die bereits ÖPNV-Abos hatten oder zumindest ÖPNV-affin waren, fahren jetzt günstiger und mehr. Aber bei einem Preis von 49 Euro und inzwischen 58 Euro sind nicht genügend Menschen auf Bahn und Busse umgestiegen.
Deutschlandticket braucht einen "Kracherpreis”
Utopia: Das bedeutet, das Deutschlandticket muss günstiger werden, um Menschen weg vom Auto hin zum ÖPNV zu bewegen, richtig?
Knie: Es braucht einen Kracherpreis, der jeden hinter dem Ofen hervorlockt. Das 9-Euro-Ticket hat das bewiesen. Es hat die Menschen regelrecht elektrisiert und wurde 52 Millionen Mal verkauft. Für neun Euro können wir es schlecht weiter betreiben, aber 29 Euro – so unsere Berechnungen – wären machbar. Zu diesem Preis würden auf einen Schwung viel mehr Menschen das Ticket nutzen und die Refinanzierung würde besser werden.
Preiserhöhung beim Deutschlandticket: Für wen lohnt es sich noch?
Utopia: Ein günstiges Deutschlandticket ist ein notwendiges Angebot. Weniger Auto zu fahren klingt für viele trotzdem nach einem Verzicht, den sie ablehnen. Welche sozialen Vorteile hätte es denn, wenn man nachhaltige Mobilitätskonzepte umsetzen würde?
Knie: Verzichtsthemen sind nur vordergründig Verzichtsthemen, letztendlich sind sie Veränderungsthemen. Man verzichtet schliesslich auch auf Alkohol oder fastet, weil man sich dadurch gesünder fühlt. Was vordergründig ein Verzicht ist, ist hintergründig ein Gewinn. So müssen wir das auch mit dem Auto machen und die Menschen an der Moral packen, denn wir wissen, dass wir das Auto mit gutem Gewissen nicht beliebig weiter nutzen können – und viele wollen es auch nicht mehr. Die Autogesellschaft ist müde geworden.
Andreas Knie: Menschen wollen weniger Auto fahren
Utopia: Woran machen Sie diese Beobachtung fest?
Knie: Es besteht ein grosser Wunsch, weniger Auto zu fahren und viele Leute tun genau das. Während der Pandemie haben wir gelernt, dass wir nicht jeden Tag zur Arbeit fahren müssen. Mindestens ein Drittel aller Berufstätigen fährt weiterhin an ein bis drei Tagen nicht mehr ins Büro. Was vordergründig wie ein Verzicht aussieht, ist letztlich ein Gewinn an Lebensqualität.
Utopia: Die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, haben aber längst nicht alle Berufstätigen.
Knie: Ja, nicht allen ist das möglich, aber einem sehr grossen Teil. Wir haben über 50 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland, davon sind zwei Drittel homeofficefähig. Menschen, die in der Intensivpflege, in Schulen oder Fabriken arbeiten, sind tatsächlich die Minderheit.
Utopia: Um Veränderungen in der Wahl des Verkehrsmittels zu erreichen, braucht es aber nicht nur die Möglichkeit auf Homeoffice, sondern auch echte Alternativen zum Auto. Wo steht Deutschland hier?
Knie: Gerade in ländlichen Räumen ist die Autoabhängigkeit extrem hoch. Es gibt auch dort den klaren Wunsch, weniger Auto zu fahren. Doch Busse und Bahnen sind auf dem Land nicht die Lösung, ebenso wenig, bei Wind und Wetter alles mit dem Rad zu fahren. Der Verzicht muss vielmehr in einen qualitativen Lebensgewinn münden.
ÖPNV auf dem Land: Autonome Autos statt Busse
Utopia: Wie kann dieser aussehen?
Knie: In zersiedelten Räumen kann man der Autogesellschaft nicht mit dem Bus hinterherfahren. Das liegt an der berühmten letzten und ersten Meile, die auch mal fünf, zehn, 15 oder 20 Kilometer lang sein kann. Das Zauberwort lautet hier on Demand. Das bedeutet, ich fahre wann ich will mit einem öffentlichen Auto zu einem grossen Verkehrsknotenpunkt, meistens zu einem Bahnhof. Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Menschen aber auch für die letzte Meile etwas haben wollen, das besser ist, als selbst Auto zu fahren.
Utopia: Wird sich das autonome Fahren deshalb auf dem Land stärker durchsetzen?
Knie: Autonomes Fahren ist der Game Changer, der sich massiv durchsetzen wird. In San Francisco, Austin und anderen amerikanischen Städten und auch in China läuft das schon. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch bei uns eine Rolle spielen wird.
Utopia: Können Sie einen ungefähren Zeithorizont nennen?
Knie: Das hängt davon ab, ob wir von unserer kleinteiligen überregulierten Philosophie der Sicherheit runtergehen und auch mal etwas wagen. Wenn man diesen Punkt überwunden hat, geht es schnell. In drei Jahren könnten bereits flächendeckend sichere autonome Fahrzeuge in Deutschland unterwegs sein. Wir haben die technischen Innovationen längst entwickelt, wir müssen sie nur besser für die Verkehrswende nutzen.
Politik muss Lösungen "endlich mutig einsetzen”
Utopia: Was müssen die neue Bundesregierung und Kommunen konkret tun, um den Verkehrssektor endlich klimafreundlicher zu gestalten?
Knie: Sie müssen die Instrumente, die ihnen zur Verfügung stehen, endlich mutig einsetzen. Das sind Tempo 30 und vor allem eine Verknappung und eine Verteuerung des Parkraums. Die Politik muss Autos nicht verbieten, sondern nur die Privilegien, die wir dem Auto eingeräumt haben, wieder entziehen. Städte wie München sind hier sehr vorsichtig, da sie Angst vor 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung haben, die mit allem unzufrieden sind. Ich kann den Städten nur zurufen, mehr Mut zu haben.
"Horrorwerkzeug” Münchner Streifenkarte
Utopia: Ein Tempolimit und weniger Parkplätze umzusetzen, klingt nicht besonders teuer.
Knie: Das kostet gar nichts, lediglich eine neue Beschilderung. Wir sparen sogar Kosten ein, wenn wir den Ausbau von Strassen stoppen. Wir müssen auch den ÖPNV nicht teuer ausbauen. sondern qualitativ verbessern, indem wir ihn einfacher machen. Wenn man in München vor MVG- oder MVV-Ticketautomaten steht, versteht kein Mensch die Tarifstruktur. Die berühmte Münchner Streifenkarte ist das Horrorwerkzeug des ÖVs. Man sollte einfach fahren können, das Deutschlandticket zeigt wunderbar, wie es geht.
Utopia: Autos müssen aus Ihrer Sicht also nicht gänzlich aus unseren Städten verschwinden, sondern nur weniger Platz abbekommen?
Knie: Auch in einem freiheitlichen Land wie unserem sollten Menschen einen Ausgleich zahlen, wenn sie öffentliche Güter in Anspruch nehmen. Wir haben einer bestimmten Klientel 50 Jahre lang öffentlichen Raum geschenkt. Das war falsch und passiert jetzt nicht mehr. Autofahrende müssen sich etwa eine Garage suchen, der Preis dafür wird deutlich steigen. Wem es das Geld nicht wert ist, der muss etwas ändern. Wir gehen davon aus, dass durch diese Massnahmen der Packraumbewirtschaftung etwa die Hälfte der Autos verschwindet, weil man eben doch auf die Bequemlichkeitsmaschine Auto verzichten kann. In grossen Städten geht das viel schneller als wir glauben.
Autofahren wird teurer werden – gut so, sagt Prof. Knie
Utopia: Autofahren wird also vor allem in Städten deutlich teurer werden.
Knie: Ja, die verbleibenden Autofahrer werden deutlich mehr bezahlen. Und das ist in Ordnung, weil das in der Regel Menschen mit besseren Einkommen sind. Die, die sehr wenig Einkommen haben, haben in Deutschland gar kein Auto.
Utopia: Wie sollten Städte den neu gewonnenen Platz am besten nutzen?
Knie: Fällt die Hälfte der Autos in Städten weg, schafft das mehr Platz für den Wirtschaftsverkehr, der bisher stiefmütterlich behandelt wurde. Wir müssen die Städte zunehmend umbauen und Vitalität zurückbringen. Stehende Autos und fahrende Autos machen die Geschäfte kaputt.
Utopia: Darüber scheint in der Verkehrsforschung Einigkeit zu herrschen, das sagte uns auch Zukunftsforscher Stefan Carsten in einem Interview. Für wie wichtig halten Sie Abschaff-Prämien für Autos, wie etwa die Stadt Marburg sie eingeführt hat?
Knie: Im WZB leiten wir momentan die Begleitforschung zu Marburg. Die Prämie wirkt viel besser, als ich gedacht hatte. In Marburg schafften genau die Menschen ihr Auto ab, die schon länger mit dem Gedanken gespielt hatten, denen aber noch ein Anreiz gefehlt hatte. Mit der Prämie kaufen die Personen sich jetzt unter anderem ein Deutschlandticket. Bislang sind wir in unserer Erhebung auch noch auf keinen Teilnehmer gestossen, der sagt, er möchte sein Auto nach einem Jahr zurück [Anm. d. Red.: Die Prämie in Marburg läuft für ein Jahr]. Vielmehr bestätigt sich gerade bei älteren Menschen die Automüdigkeit, die wir auch allgemein in Deutschland wahrnehmen.
"Edle Form der Wirtschaftsförderung" - Warum Marburg eine Abschaff-Prämie für Autos zahlt
Utopia: Die Auto-Abschaff-Prämie in Marburg ist ein positives Beispiel. Als Paradebeispiel für eine gelingende Verkehrswende wird meist Paris genannt. Aus welchen anderen Städten sollten sich deutsche Kommunen etwas abschauen?
Knie: Eigentlich können wir uns aus fast allen Städten ausserhalb Deutschlands ein Beispiel nehmen. Das fängt in Wien an und geht über Basel, Bern und Zürich bis in alle Beneluxländer. Die niederländischen Städte sind für mich die wichtigsten Referenzen, da sie bereits 1972 entschieden haben, dass das Rad das Hauptverkehrsmittel in der Innenstadt wird. Auch wenn die Niederländer viele Autos haben, haben sie es immerhin geschafft, die Fahrzeuge aus der Stadt herauszuhalten.
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Utopia: Wenn wir zehn Jahre in die Zukunft ins Jahr 2035 blicken, wie bewegen wir uns in Deutschland in der Stadt fort?
Knie: Wir bewegen uns vor allen Dingen sehr stark mit den Füssen und dem Fahrrad. Wir fahren auch Busse und Bahnen sowie Autos, aber wir haben kein eigenes Auto mehr. Das brauchen wir nicht mehr, weil wir Zugang zu On-Demand-Verkehr wie Mietwagen und Robotaxen haben. Der Autoverkehr hat sich halbiert.
Utopia: Wie hat sich der Verkehr auf dem Land bis dahin verändert?
Knie: Im ländlichen Raum werden wir ebenfalls mehr zu Fuss gehen und mehr Fahrrad fahren, wenn wir bis dahin die entsprechende Infrastruktur haben. Autos werden Busse ersetzen und zu einem öffentlichen Verkehrsmittel werden, das on demand fährt. Aber auch auf dem Land brauchen wir dann weniger Autos, die Zahl wird sich etwa um ein Drittel reduzieren.
Wann die postautomobile Gesellschaft Realität wird
Utopia: Kann man dann schon von einer postautomobilen Gesellschaft sprechen?
Knie: Das kann man durchaus als postautomobile Gesellschaft bezeichnen. Wir werden zwar auch in zehn Jahren noch eine Automobilgesellschaft sein, dann aber mit dem wichtigen Zusatz "Nutzen statt besitzen", den der US-amerikanische Ökonom Jeremy Rifkin schon vor 20 Jahren formulierte. Dieser Wunsch, das Auto raus aus dem Eigenbesitz zu bringen, ist ein klarer Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger, das sehen wir in unseren Studien eindeutig.
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Utopia: Hat Ihre Zukunftsvision auch mit Blick auf die künftige Bundesregierung aus Union und SPD Bestand, die noch keine Konzepte für eine echte Verkehrswende vorgelegt hat?
Knie: Das, was wir lange falsch gemacht haben, wird sich auch in dieser Koalition fortsetzen. Stand heute wird nicht an den wirklichen Stellschrauben gearbeitet: Das Tempolimit kommt nicht, die Entfernungspauschale soll weiter erhöht werden, von der Abschaffung des Dieselprivilegs oder des Dienstwagenprivilegs hört man gar nichts mehr. Die neue Regierung tut sich extrem schwer in der Abschaffung von Privilegien, weil sie Angst vor der eigenen Courage hat.
Utopia: Trotzdem sind Sie überzeugt davon, dass wir die Automobilgesellschaft hinter uns lassen werden – zumindest bis zu einem gewissen Grad.

Knie: Ja, weil wir uns selbst verändern; weil wir merken, dass uns das Auto früher zusammengebracht hat und uns jetzt auch auseinanderfährt. Das Auto hat uns mehr Optionen ins Gehirn gehämmert, als uns guttut. Das weiss man inzwischen. Ich setze auf den gesunden Menschenverstand. Wenn zusätzlich die Anreize fürs Auto weg sind, kriegen wir die Zahl der Autos auch eingedämpft. © UTOPIA