Im Interview mit "Blick" gab der Mitte-Fraktionschef Philipp Matthias Bregy nun an, als Nachfolge für den abtretenden Parteipräsidenten Gerhard Pfister kandidieren zu wollen.

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Mitte-Fraktionschef Philipp Matthias Bregy hat in einem Interview seine Kandidatur für das Mitte-Präsidium angekündigt. Der Walliser Nationalrat will die Nachfolge des abtretenden Parteipräsidenten Gerhard Pfister antreten, wie "Blick" schrieb.

"Ja, ich kandidiere", sagte Bregy in einem Interview mit "Blick", das in der Nacht auf Mittwoch zunächst online veröffentlicht wurde. Er sei sich bewusst, dass es eine grosse Herausforderung sei, in die Fussstapfen Pfisters zu treten. Den Rollenwechsel vom Fraktions- zum Parteipräsidenten sehe er als Chance für die Partei: "Da er für Stabilität sorgt, weil ich bereits jetzt eine Führungsaufgabe in Bern wahrnehme", sagte der Oberwalliser.

Sein Interesse am Amt des Mitte-Präsidenten hatte Bregy schon früher öffentlich gemacht. Als Bundesratskandidat wollte er hingegen mit Rücksicht auf seine Familie nicht antreten. "Als Parteipräsident ist man zwar zeitlich stark belastet, aber man kann sich Freiräume schaffen", sagte er im aktuellen Interview. Genügend Zeit für die Familie müsse weiterhin möglich sein.

Bregy: Frau als Parteipräsidentin sei "nicht zwingend"

Auf die Frage von "Blick", ob er mit seiner Kandidatur einer Frau im Weg stehe, antwortet der Fraktionschef: "Eine Parteipräsidentin wäre eine Option, ist aber nicht zwingend." Die Mitte werde auch in Zukunft Frauen in zentrale Positionen bringen. Der Entscheid liege bei der Bundeshausfraktion. Sollte er Parteipräsident werden, wäre es laut Bregy denkbar, dass eine Frau das Fraktionspräsidium übernehme. Sollte er nicht Parteipräsident werden, wolle er Fraktionschef bleiben, sagte er zu "Blick".

Der Zuger Nationalrat Pfister hatte Anfang Januar seinen Rücktritt per Ende Juni angekündigt. Im neuen Mitte-Präsidium wird mindestens ein Mitglied der Bundeshausfraktion vertreten sein. Dies gilt auch im Falle einer Co-Kandidatur, wie die Findungskommission der Partei Ende März vor den Medien bekannt gab. Die Nominierung für das Amt erfolge durch die Mitte-Kantonalparteien. Letztere seien eingeladen, ihre Vorschläge bis am 28. April um 12.00 Uhr bei der Findungskommission einzureichen. (SDA/bearbeitet von mak)