Darts-Star Stephen "The Bullet" Bunting könnte in Berlin einen unrümlichen Rekord einstellen. Um das Fiasko abzuwenden, bedient er sich der Hypnotherapie.

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Stephen Bunting sucht Hilfe im Unterbewusstsein: Der britische Darts-Profi will seine Niederlagenserie in der Premier League mit Unterstützung eines Hypnotherapeuten beenden.

Seit Jahresbeginn hat der 39-Jährige alle acht Auftaktspiele in der prestigeträchtigen Turnierserie verloren – mehr als jeder andere Teilnehmer. Sollte er auch am Donnerstagabend in Berlin gegen Nathan Aspinall scheitern, würde er mit 13 sieglosen Spielen den bisherigen Negativrekord von Peter Wright einstellen.

Stephen Bunting: Hypnotherapie als Erfolgsfaktor beim Masters 2024

Um mental stabil zu bleiben, lässt sich Bunting regelmässig vom englischen Hypnotherapeuten Chris O’Connor behandeln. In den Sitzungen versetzt O’Connor seinen Klienten in Trancezustände, die laut Bunting einem mehrstündigen Tiefschlaf ähneln und dabei helfen sollen, den Fokus neu auszurichten. Dabei kommen auch Visualisierungsübungen zum Einsatz – Bunting stellt sich dabei Spielsituationen vor, die er erfolgreich meistert.

"Die Hypnose hilft mir, mich auf das Positive zu konzentrieren und nicht im Negativen zu verharren", zitiert die "Sun" den Darts-Profi. Die Methode sei inzwischen fester Bestandteil seiner Vorbereitung. Auch nach seinem Turniersieg beim Masters 2024, seinem bislang grössten Erfolg auf der Profitour, betonte Bunting, wie wichtig diese mentale Unterstützung für ihn sei.

Der gebürtige "Liverpudlian" ist seit über einem Jahrzehnt im internationalen Darts aktiv. 2014 wurde er Weltmeister im damaligen Verband British Darts Organisation (BDO). Seit seinem Wechsel zur Professional Darts Corporation (PDC) kämpft er mit schwankender Form, konnte sich aber regelmässig für grosse Turniere qualifizieren. Nach mehreren Tiefpunkten sprach er öffentlich über mentale Belastungen und depressive Episoden, die ihn zeitweise sogar ans Karriereende denken liessen.

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Darts-Star zieht Vergleich zu Peter Pan

Neben seiner sportlichen Leistung ist Bunting auch für seine persönliche Art bekannt – und für seinen spektakulären Walk-On, also dem Gang auf die Bühne vorm jeweiligen Wettbewerb.

Denn dann läuft "The Bullet", wie ihn die Fans getauft haben, mit dem Popsong "Titanium" von Sia zur Dartsscheibe auf der Bühne – ein Ritual, das beim Dartspublikum Kultstatus erreicht hat. In den sozialen Medien, insbesondere auf TikTok, zeigt er sich zudem gerne von seiner humorvollen Seite, oft mithilfe seines Sohnes.

Daraus, dass Bunting neben einem Hypnotherapeuten auch einen Psychologen trifft, hat der Brite nie ein Geheimnis gemacht. Anfang 2024 erzählte er dem "Guardian": "In 'Peter Pan' heisst es, dass, wenn man an glückliche Dinge denkt, fliegen kann. Beim Darts ist es die gleiche Logik. Wenn du auftauchst und dich glücklich und gut fühlst, kannst du alles gewinnen".

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