Der FC Bayern will sparen. Dass der Spieleretat so hoch ist, kreiden viele Ex-Sportvorstand Hasan Salihamidzic an. Der wehrt sich – und berichtet von einem versöhnlichen Gespräch mit Uli Hoeness.
Ex-Sportvorstand
Salihamidzic und Vorstandschef
Ex-Sportvorstand findet Kritik an Kader-Kosten unfair
Zur Kritik, er habe wegen überzogener Vertragsabschlüsse zu seiner Zeit die astronomisch hohen Gehaltskosten des aktuellen Bayern-Kaders zu verantworten, äusserte sich Salihamidzic ebenfalls. "Man muss das fairerweise immer im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt sehen, in dem die einzelnen Verträge geschlossen wurden", sagte er. Als Champions-League-Sieger sei es die Aufgabe gewesen, die besten Spieler im Team zu halten.
"Auch wenn es am Ende viel Geld war, die Spieler waren im besten Fussball-Alter – ob Kingsley Coman, Leon Goretzka, Serge Gnabry, sie alle hatten Angebote von europäischen Spitzenklubs. Ich möchte nicht wissen, was los gewesen wäre, wenn wir einen von ihnen ablösefrei hätten ziehen lassen müssen", sagte Salihamidzic.
"Zur Wahrheit zählt auch, dass wir im Transfersommer 2022 erstmals in der Geschichte des FC Bayern mehr als 100 Millionen Euro durch Spielerverkäufe eingenommen hatten." Dennoch räumte er ein: "Natürlich sind uns auch Fehler unterlaufen, wie das sicher vor uns der Fall war und künftig der Fall sein wird." (dpa/bearbeitet von lh)