Thomas Müller wird beim FC Bayern keinen neuen Vertrag bekommen, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Wie soll es nun weitergehen für die Vereinslegende? Sollte der Rekordmeister den Weltmeister von 2014 sofort in die Chefetage heben? Das denken unsere Leserinnen und Leser.

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Als der kleine Thomas im Sommer 2000 vom TSV Pähl in die Bayern-Jugend wechselte, war er gerade mal zehn Jahre alt. Heute ist er 35. Bei seinem Bundesliga-Debüt 2008 hiessen Müllers Mitspieler noch Zé Roberto und Lucio. Beim Gegner, dem HSV, verteidigte Vincent Kompany gegen den schmächtigen Teenager.

Wie kaum ein Spieler vor ihm hat Müller in 17 Jahren bei den Münchner Profis seinen Verein geprägt. Durch seine Art, Fussball zu spielen – und eben durch seine "Art" an sich. Im vergangenen Herbst wurde er gar zum alleinigen Rekordspieler von Bayern München.

Zukunftsideen unserer Leser: Thomas Müller als Pressesprecher, Scout, Trainer oder Bayern-Boss

Doch schon bald könnte die Liebesgeschichte zwischen den Roten und ihrem Raumdeuter ein Ende finden. Oder etwa nicht? Wir haben unsere Leserinnen und Leser gefragt, wie Thomas Müllers Zukunft beim FC Bayern aussehen soll. Die Antwort fiel recht eindeutig aus.

Vielen Dank für Ihre zahlreichen Zuschriften! Eine Auswahl veröffentlichen wir hier:

"Lasst Müller bei Bayern weiterspielen!"

  • "Thomas Müller ist der FC Bayern München! Er ist die Identifikationsfigur für viele Bayern-Fans. Er sollte bestimmen, wann und wie er geht. Natürlich sollten neue Talente in den Kader integriert werden, aber auch diese kann er mit seiner Art und seiner Erfahrung unterstützen." (Antje, 47 Jahre)
  • "Lasst Thomas Müller bei Bayern weiterspielen! Er ist noch top – wenn er nicht mehr top ist, würde er von selbst aufhören, denke ich. Plus: Ich finde ihn sehr sympathisch und Müller würde sich riesig freuen – habt Empathie! (Übrigens bin ich noch nicht mal Bayern-Fan.)" (Volker, 74 Jahre, Potsdam)
  • "Nicht gewollt zu werden, fühlt sich nicht gut an. Wenn ich Fussballer wäre, würde ich spielen, solange ich Spass daran habe und mich Vereine haben wollen. Das ist besser für das Lebensgefühl. Bei Thomas Müller stellt sich auch die Frage, ob Erfahrungen in ausländischen Vereinen eine gute Ergänzung für weitere Rollen im Fussball, insbesondere beim FC Bayern München, sein können. Das Geld sollte bei einer guten finanziellen Absicherung keine grosse Rolle mehr spielen. Ich würde Thomas empfehlen, sich umzuschauen: Ein bis zwei Jahre im Ausland können machbar sein. In der Zwischenzeit kann er über zukünftige Rollen nachdenken." (Bernhard, 63 Jahre, Ingelheim am Rhein)
  • "Thomas Müller ist in der Kabine viel wichtiger als in der Chefetage, zumindest, solange er noch so fit ist. Vertrag verlängern, ohne Wenn und Aber." (Anonym)

"Eine Identifikationsfigur beim FC Bayern"

  • "Wenn der FC Bayern einem verletzungsanfälligen und drei Jahre älteren Manuel Neuer einen hochdotierten Vertrag geben kann, frage ich mich, warum das bei Thomas Müller nicht gehen soll. Müller verkörpert mehr als jeder andere Spieler den FC Bayern – und hat so einen Abschied absolut nicht verdient. Er spielt immer noch einen sehr guten Fussball und gehört, auch wenn er nicht mehr so oft spielt, immer zu den besseren Spielern des Teams. Bayern gibt zwar an, sparen zu wollen – aber die Verträge von Neuer, Kimmich und Davies sind im Vergleich zu Musiala in meinen Augen zu hoch. Mich stört in erster Linie Max Eberl, der viel redet, aber im Fall von Thomas Müller anscheinend nicht die Wahrheit sagte. Wenn Müller heute sagt, er sucht in Deutschland einen Verein, um noch ein bis zwei Jahre einfach spielen zu können, denke ich, dass 14 oder 15 der Bundesligisten sofort die Hand heben und sagen: Komm zu uns." (Wilhelm, 66 Jahre)
  • "Ich kann mir vorstellen, dass Thomas Müller für den Einkauf (und alles, was dazugehört) von Spielern verantwortlich ist. Ich traue ihm zu, dass er ein sehr gutes Fingerspitzengefühl hat, eine super Beobachtungsgabe auch – und mit 'etwas Witz' herausfindet, welcher Spieler in die Bayern-Mannschaft passt." (Anonym)
  • "Thomas Müller ist eine Identifikationsfigur beim FC Bayern, den muss man halten. Ich würde ihm noch einen Vertrag für ein Jahr geben, dann sollte er den Trainerschein machen und die Jugendarbeit des FC Bayern verantwortlich übernehmen. Auch als Pressesprecher könnte ich mir Thomas Müller gut vorstellen." (Thomas, 69 Jahre, Wendeburg in Niedersachsen)
  • "Thomas Müller soll sich vom FC Bayern verabschieden und zu einem anderen Verein gehen. Es gibt noch einige Fussballmannschaften, die ihn aufnehmen würden." (Jonny, 63 Jahre)