Kevin Kühnert im Arminia-Block
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Der Nächste, bitte! Nach Union Berlin in der zweiten Pokalrunde und dem SC Freiburg im Achtelfinale kegelte Arminia Bielefeld im Viertelfinale mit dem SV Werder Bremen den nächsten Bundesligisten aus dem Wettbewerb. Damit steht der Drittligist sensationell im Halbfinale des DFB-Pokals.
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Prominente Unterstützung auf der Alm gab es für die Arminia ebenfalls: Ex-SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert wurde im Fanblock der SchücoArena gesichtet. Der ehemalige Politiker fieberte mit seinen Bielefeldern mit.
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Nach 35 Minuten konnten die Arminia-Fans dann erstmals jubeln. Marius Wörl (M.) brachte Bielefeld gegen den haushohen Favoriten in Führung.
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Nicht nur im Block stehen und zusehen, sondern das eigene Team auch aktiv unterstützen – so lautete die Devise von Kühnert, wie hier deutlich zu sehen ist.
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Nach einem Eigentor von Bremens Julián Malatini in der 41. Minute war Bielefeld plötzlich 2:0 vorne – bereits hier bahnte sich die nächste Sensation im DFB-Pokal an. In der zweiten Halbzeit machte es Bremens Oliver Burke (l.) mit seinem Anschlusstreffer zum 2:1 dann aber nochmals spannend.
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Doch die Bremer Aufholjagd verlief erfolglos, am Ende konnte die Arminia tatsächlich den Einzug ins Pokal-Halbfinale feiern. Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr, die Alm bebte.
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In der 3. Liga steht die Arminia aktuell auf dem vierten Platz und ist damit im Rennen um den Aufstieg noch voll dabei. Die aktuelle Tabellensituation dürften die Bielefelder Profis beim Jubeln aber wohl eher nicht im Kopf gehabt haben.
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Bielefelds Trainer Mitch Kniat erlaubte nach dem Einzug ins Halbfinale eine rauschende Party: "Heute haben sie einen Freifahrtschein. Es ist mir auch komplett egal, was sie machen. Sie sollen den Abend geniessen", sagte der 39-Jährige. Kniat kündigte an, später auch selbst in dem für die Feierlichkeiten auserkorenen Bielefelder Club vorbeizuschauen. "Das lasse ich mir nicht nehmen", sagte er und ergänzte mit einem Lächeln: "Aber nur, weil ich mein Wort gegeben habe. Ansonsten würde ich da nicht auftauchen."
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Bei den Bremern hingegen läuft es aktuell überhaupt nicht. Die letzten drei Bundesliga-Partien gingen allesamt verloren, in diesen drei Spielen fing sich Werder zudem insgesamt elf Gegentore. Nun ist noch das Pokal-Aus hinzugekommen – Stürmer-Star Marvin Ducksch wollte sich nach der Pleite nur noch verstecken.
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Deutliche Kritik äusserte nach dem Spiel Bremen-Profi Leonardo Bittencourt. Werder sei dabei, eine bis zur Winterpause starke Saison quasi wegzuschmeissen: "Das regt mich am meisten auf, dass wir es nicht geschafft haben, dranzubleiben", sagte der 31-Jährige. "Keine Ahnung, warum. Wir denken, wir sind die Krassesten oder was weiss ich. Das geht mir einfach auf den Sack, was wir hier für Chancen wegschmeissen." Die Niederlage erzürnte auch die Anhänger. Als die Spieler nach der Partie vor ihre Fankurve traten, gab es böse Worte. Zudem flogen Plastikbecher und eine Fahnenstange Richtung Platz. "Ich bin schon lange hier, aber habe sie noch nicht so erlebt", sagte Bittencourt am Ende eines spektakulären Pokal-Abends auf der Alm.