Zürich - Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft bleibt in der Weltrangliste der FIFA hinter Italien und muss bei der Auslosung für die WM 2026 ein Szenario mit einem Weltklasse-Gegner fürchten. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte sich in den zwei Duellen im Viertelfinale der Nations League zwar durch - verpasste durch das späte 3:3 im Rückspiel in Dortmund aber den Sprung vorbei am Rivalen und bleibt Zehnter.
Wichtig ist die Position deshalb, weil die Lostöpfe für die WM 2026 nach der Weltrangliste vergeben werden sollen. Die drei Gastgeber USA, Mexiko und Kanada sind als Gruppenköpfe gesetzt, danach gibt es neun weitere Plätze für den ersten Topf.
In diesem werden sich auch Weltmeister Argentinien und Europameister Spanien bei erfolgreicher Qualifikation befinden. Ausschlaggebend für die Losung ist aber nicht die April-Rangliste, sondern das Ranking im Herbst nach dem Abschluss der Gruppenphase in der WM-Qualifikation.
DFB will Mexiko vermeiden
Den ersten Lostopf zu erreichen, ist für den Deutschen Fussball-Bund (DFB) nicht nur wegen der dann leichteren Gegner wichtig. Das Nagelsmann-Team würde so auch sicher verhindern, in Gruppe A in Mexiko spielen zu müssen. "Es würde uns organisatorisch und logistisch enorm helfen, Mexiko im ersten Schritt aus dem Weg zu gehen", sagte Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig. Kritisch sieht der DFB Mexiko neben der Logistik auch wegen der Höhenlage.
Mexiko ist in Gruppe A gesetzt und bestreitet am 11. Juni in Mexiko-Stadt das Eröffnungsspiel. Kanada führt Gruppe B an, die USA sind in Gruppe D gesetzt. Die WM wird 2026 erstmals mit 48 Mannschaften und zwölf Vierergruppen ausgetragen. Eine deutsche Qualifikation in einer Gruppe mit der Slowakei, Nordirland und Luxemburg gilt als Formsache. © Deutsche Presse-Agentur