Der Reitsport trauert um Jonny Hilberath. Der Co-Bundestrainer der deutschen Dressurmannschaft starb am Mittwoch im Alter von 69 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Das bestätigte Martin Richenhagen, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), dem Sport-Informations-Dienst (SID).
"Jonny Hilberath hat die moderne feine Reitweise der deutschen Dressurreiter entschieden mitgeprägt", sagte Richenhagen: "Er wird uns wirklich fehlen, aber er lebt in den zahlreichen gemeinsamen Erinnerungen weiter."
Isabell Werth vom plötzlichen Tod von Jonny Hilberath "tief getroffen"
Die nationale Dressur-Elite reagierte geschockt. Jessica von Bredow-Werndl, die Hilberath seit 14 Jahren unter anderem bei ihren Olympiasiegen in Tokio und Paris als persönlichen Trainer an ihrer Seite hatte, verabschiedete ihren "sehr engen und wundervollen Freund". Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth war tief getroffen von "diesem so plötzlichen Tod. Niemand hat damit gerechnet, obwohl wir wussten, dass er krank war. Er war so voller Hoffnung."
Bundestrainerin Monica Theodorescu, die seit fast 13 Jahren eng mit Hilberath zusammengearbeitet hatte, verliert "nicht nur einen tollen Kollegen, sondern auch einen guten Freund. Ich werde ihn sehr vermissen."
Hilberath, der als Trainer und Ausbilder auch international hohe Anerkennung genoss, führte die deutsche Equipe bei den Olympischen Spielen in London 2012 als Interimsbundestrainer zur Silbermedaille. Er hatte das Amt nach dem plötzlichen Tod des damaligen Bundestrainers Holger Schmezer übernommen, zog in der Folge aber die Position des Co-Trainers neben Monica Theodorescu vor. (sid/bearbeitet von msb)