Domen Prevc hat mit seinem Weltrekord-Sprung in Planica für Aufsehen gesorgt. Doch norwegische Ski-Experten bezweifeln, dass der Anzug den offiziellen Regeln entsprochen hat.

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Am vergangenen Wochenende stellte der slowenische Skispringer Domen Prevc in Planica einen neuen Weltrekord auf, indem er 254,5 Meter weit sprang. Doch in Norwegen gibt es Zweifel an der Rechtmässigkeit dieses Rekords. Der Anzug, den Prevc bei seinem Sprung trug, steht im Zentrum der Diskussionen. Norwegische Medien spekulieren, dass der Anzug möglicherweise nicht den geltenden Vorschriften entsprach und ihm einen unzulässigen Vorteil verschafft haben könnte.

Anzug könnte unerlaubten Vorteil gebracht haben

Der ehemalige norwegische Skispringer Andreas Stjernen äusserte sich gegenüber der norwegischen Online-Zeitung "Nettavisen" kritisch zu Prevcs Ausrüstung. Er zeigte sich überrascht, dass der Anzug die Kontrollen des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes (FIS) bestanden hat. Stjernen vermutet, dass die FIS die nach der Weltmeisterschaft in Trondheim angekündigten strengeren Prüfungen nicht umgesetzt habe. "Es sieht nicht so aus, als ob sie die Massnahmen befolgt haben", erklärte er.

Die FIS schreibt vor, dass der Skisprunganzug in einem festgelegten Verhältnis zur Körpergrösse des Athleten stehen muss. Diese Regel soll verhindern, dass übergrosse Anzüge einen unerlaubten aerodynamischen Vorteil verschaffen. TV-Aufnahmen des Sprungs zeigen jedoch, dass sich Prevcs Anzug auffällig aufblähte – besonders im Bereich von Rücken, Schritt und Gesäss. "Man sieht, wie sich der Anzug mit Luft füllt und an seinem Rücken und Gesäss fast wie ein Ballon aufbläht", schilderte Tenstad seine Beobachtungen.

"Ich kann mich nicht erinnern, das schon einmal gesehen zu haben."

Petter Tenstad, TV-Kommentator

Auch Petter Tenstad, Kommentator beim norwegischen Fernsehsender "Viaplay", äusserte Zweifel. Er sagte gegenüber "Nettavisen", dass sich der Anzug von Prevc während des Sprungs auffällig aufblähte. "Ich kann mich nicht erinnern, das schon einmal gesehen zu haben."

Heimvorteil für Domen Prevc in Planica?

Stjernen liess durchblicken, dass Prevc möglicherweise von einem Heimvorteil profitiert haben könnte. Er äusserte die Vermutung, dass es schwierig sei, einen heimischen Springer zu disqualifizieren, selbst bei Regelverstössen.

Norwegens Sportdirektor Jan-Erik Aalbu wollte sich gegenüber "Nettavisen" nicht an den Spekulationen beteiligen. Er bestätigte jedoch, dass das Thema in Norwegen intensiv diskutiert wird. "Ich habe mitbekommen, dass es ein heisses Thema ist. Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen."

Bisher gibt es keine belastbaren Beweise dafür, dass Prevc seinen Weltrekord mit einem nicht regelkonformen Anzug erzielt hat. Die Stimmen aus Norwegen zeigen jedoch, dass das Thema Skisprung-Ausrüstung weiterhin kontrovers diskutiert wird. (bearbeitet von amb)

Verwendete Quelle

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