Prinz Harry hat sich aus seiner Wohltätigkeitsorganisation Sentebale zurückgezogen. Er hofft nun darauf, dass eine britische Charity-Aufsicht in dem Fall die Wahrheit aufdeckt.
Vor fast 20 Jahren riefen
Die Charity Commission hat am 3. April angekündigt, dass man in direktem Kontakt mit Parteien stehe, die Bedenken geäussert hatten, ob die Treuhänder ihren Pflichten nachgekommen sind. Nach Überprüfung dieser anfänglichen Bedenken habe man ein Verfahren eröffnet. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es noch keine Erkenntnisse.
"Herzzerreissend" für Prinz Harry
Sentebale war für Prinz Harry eine Herzensangelegenheit. Chandauka war aufgefordert worden, ihren Posten zu räumen. "Die Mitglieder des Stiftungsrats handelten im besten Interesse der Wohltätigkeitsorganisation, als sie die Vorsitzende aufforderten, zurückzutreten, und dabei das Wohlergehen der Mitarbeiter im Auge behielten", hiess es in einem Statement der Prinzen. Jene habe die Organisation im Gegenzug verklagt, "um in dieser ehrenamtlichen Position zu bleiben, was die zerrüttete Beziehung weiter unterstreicht".
Chandauka sprach ihrerseits gegenüber "Sky News" von Mobbing. Sie habe es gewagt, auf Probleme hinzuweisen und auf eine damit einhergehende Vertuschung, wie sie in einem Statement andeutete. Was genau zu dem Bruch geführt haben soll, ist bisher nicht eindeutig geklärt.
Was sich in der vergangenen Woche ereignet habe, sei "herzzerreissend" gewesen, "insbesondere wenn solch unverhohlene Lügen diejenigen verletzen, die Jahrzehnte in dieses gemeinsame Ziel investiert haben", wird Prinz Harry jetzt von der britischen BBC zitiert. Er rechne mit einer "soliden Untersuchung [...], von der wir erwarten, dass sie die Wahrheit ans Licht bringt, die uns kollektiv zum Rücktritt gezwungen hat".
Harry hoffe darauf, dass die Organisation dadurch wieder in die "richtigen Hände" gelange, "zum Wohle der Gemeinschaften, denen wir dienen". Seit der Gründung von Sentebale vor fast 20 Jahren hätten er und Prinz Seeiso "ein klares Ziel gehabt: die Kinder und Jugendlichen im südlichen Afrika im Gedenken an unsere Mütter zu unterstützen". Auch Chandauka begrüsse die Untersuchung, habe sie der BBC erklärt. (wue/spot) © 1&1 Mail & Media/spot on news