Am 3. April startet der Thriller "Eden" in den deutschen Kinos. Menschen mit Fernweh überlegen sich danach wohl doppelt, ihren Wunsch vom Auswandern in die Tat umzusetzen.
Was wie der Traum vom eigenen Garten Eden anmutet, entpuppt sich in Ron Howards (71) neuem Film Stück für Stück als Hölle auf Erden. Der Survival-Thriller "Eden", der am 3. April in den deutschen Kinos anläuft, erzählt die wahre Geschichte einer Gruppe von Aussteigern, die auf einer entlegenen Pazifikinsel nach ihrem persönlichen Glück abseits der Zivilisation strebt - und das genaue Gegenteil findet.
Drei sind mindestens einer zu viel - darum geht es
In den frühen 1930er Jahren, zwischen den beiden Weltkriegen, begeben sich Aussteiger auf die entlegene Galápagos-Insel Floreana, um ein Leben abseits der Zivilisation zu führen. Die Gruppe wird angeführt von Dr. Friedrich Ritter (Jude Law), einem Arzt und Philosophen, und seiner an MS erkrankten Partnerin Dore Strauch (Vanessa Kirby). Lange währt die selbstgewählte Einsamkeit jedoch nicht: Bald schon haben sie in Form des Kriegsveteranen Heinz Wittmer (Daniel Brühl) und dessen Ehefrau (Sydney Sweeney) weitere Mitbewohner.
Die trügerische Idylle einer einsamen Galápagos-Insel, eine Gruppe Freiheitssuchender, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und ein bis heute ungelöstes Geheimnis. Aus der Hoffnung auf Freiheit und eine neue Zukunft wird bald ein gnadenloses Ringen um Macht und Überleben. Für "Eden" vereint Regisseur Ron Howard Stars wie Jude Law, Vanessa Kirby, Daniel Brühl, Sydney Sweeney und Ana de Armas - ab dem 3. April in den Kinos.
Brenzlig wird die Situation auf der Insel jedoch erst, als die extravagante Baronin Eloise Wehrborn de Wagner-Bosquet (Ana de Armas) mit ihren Liebhabern eintrifft. Ihre Ankunft und vor allem ihre hochtrabenden Ziele stören das ohnehin schon fragile Gleichgewicht der kleinen Gemeinschaft. Die Aussteiger, die ursprünglich nach einem einfachen, naturnahen Leben suchten, finden sich bald in einem Netz aus Konflikten, Eifersucht und Intrigen wieder.
"The Beach" trifft "Lord of the Flies"
Mit seinem überschaubaren, jedoch extrem namhaften Cast um Law, Brühl, Sweeney und de Armas liefert Ron Howard eine interessante Charakterstudie ab. Die Figuren befinden sich in einer steten Wechselwirkung zwischen Extremsituation und Traumkulisse, zwischen Zivilisationsflucht und (ungewolltem) Miteinander. Ein wenig so, als hätten die beiden fiktiven Werke "The Beach" und "Herr der Fliegen" ein uneheliches Film-Baby gezeugt.