Der aktuelle Trend um KI-generierte Bilder im Stil von Studio Ghibli greift weiter um sich. Sogar der Account des Weissen Hauses macht mit und kassiert für sein Motiv scharfe Kritik. Ghibli-Mitbegründer Hayao Miyazaki sieht die Nutzung der künstlichen Intelligenz ohnehin kritisch.

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Eine neue Funktion, die auf der GPT 4o-Version basiert, hat seit ihrer Einführung weltweit Aufmerksamkeit erregt: Nutzer können mit der Bilderzeugungsfunktion Bilder im Stil verschiedener populärer Animations- und Zeichentrick-Serien bearbeiten lassen. Am beliebtesten sind dabei Bilder im berühmten Studio-Ghibli-Stil.

Die Popularität der KI-generierten Ghibli-Bilder bringt technische Herausforderungen für OpenAI mit sich. OpenAI-CEO Sam Altman – der selbst sein X-Profilfoto in ein im Ghibli-Stil gestaltetes Bild änderte – berichtete, dass ChatGPT innerhalb einer Stunde eine Million neue Nutzer gewann. Die hohe Nachfrage führte zunächst zu einer Verzögerung bei der Bereitstellung der kostenlosen Version der Funktion. Erst nachdem innerhalb einiger Tage die anfänglichen Kapazitätsengpässe beseitigt waren, wurde die Funktion allen Nutzern zugänglich gemacht.

Scharfe Kritik an einem Post aus dem Weissen Haus

Neben diesen infrastrukturellen und technischen Herausforderungen wirft der Hype aber auch kreative Fragestellungen auf. So hat etwa besonders in den USA ein Post des Weissen Hauses für Aufsehen gesorgt. Er zeigt im Ghibli-Stil die Festnahme einer mutmasslichen Fentanyl-Dealerin – eine Aktion, die Diskussionen über die moralischen und ethischen Werte der Technologie ausgelöst hat.

Zudem hatte sich Hayao Miyazaki, Mitbegründer von Studio Ghibli, schon vor Jahren kritisch über den Einsatz von KI in der Kunst geäussert. Bereits im Jahr 2016 bezeichnete er KI-generierte Kunst als "Beleidigung gegen das Leben selbst", da sie seiner Meinung nach die menschliche Erfahrung nicht nachvollziehen könne.

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  • Studio Ghibli ist ein bekanntes japanisches Zeichentrickfilmstudio, das mit Kinofilmen wie "Prinzessin Mononoke", "Mein Nachbar Totoro" oder "Das wandelnde Schloss" weltweit grosse Erfolge feierte.

Daneben gibt es auch insbesondere in Bezug auf Fragen des Urheberrechts und der Authentizität künstlerischer Arbeit Bedenken. OpenAI musste das Ghibli-Feature aufgrund von Diskussionsbedarf um geistiges Eigentum zeitweise entfernen, auch wenn Nutzer alternative Wege fanden, ähnliche Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus wirft die Möglichkeit, in Sekundenschnelle grosse Mengen an Bildern zu generieren, Fragen zur Originalität und zum Wert traditioneller Kunstwerke auf. (bearbeitet von dh)

Dieser Text wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Hier finden Sie Informationen dazu, wie unsere Redaktion mit KI umgeht.

Verwendete Quellen: