Nach "Dirty Dancing" lag ihr Hollywood zu Füssen, eine grosse Karriere gab es für Jennifer Grey dennoch nicht. Schuld war ihre Nase.
Nach dem Megaerfolg "Dirty Dancing" aus dem Jahr 1987 ist es viele Jahre still geworden um
Das ging allerdings nach hinten los. Jennifer Grey bezeichnete den Eingriff später als grossen Fehler: Von heute auf morgen habe sie ihre Identität und ihre Karriere verloren, schrieb sie in ihren Memoiren "Out of the Corner" aus dem Jahr 2022. Dabei hatte ihr nach dem Erfolg von "Dirty Dancing" Hollywood zu Füssen gelegen.
Neben der Nasenoperation litt sie auch lange unter den Folgen eines schlimmen Autounfalls.
Aufgeben kam für die Schauspielerin offenbar dennoch nicht infrage. Mit den Filmen "A Real Pain" und "Wish You Were Here" feiert sie derzeit neue Erfolge. Kein Wunder, die Schauspielerei wurde ihr schon in die Wiege gelegt.
Ihr Vater hat einen Oscar im Schrank stehen
Jennifer Greys Vater Joel (92) ist ein Oscar-prämierter Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle in "Cabaret" bekannt wurde. Jennifers Mutter Jo war Schauspielerin und Sängerin. Der Promi-Spross besuchte eine Privatschule in Manhattan, dann begann Grey eine Schauspielausbildung, ebenfalls in New York.
Ihre erste grössere Rolle hatte sie 1984 in dem Film "Die rote Flut", an der Seite ihres späteren "Dirty Dancing"-Kollegen
Grey konnte Swayze nicht ausstehen
Als sie die Chance bekam, für "Dirty Dancing" vorzusprechen, glaubte sie selbst angeblich nicht daran, dass sie damit Erfolg haben würde. Es gab ausserdem noch ein weiteres Problem. Swayze und Grey hatten sich am Set von "Die rote Flut" nicht gut verstanden. Später erklärte sie dazu einmal: "Patrick hat mir und allen anderen Streiche gespielt. Es war einfach so machomässig, und ich konnte es nicht ertragen. Ich dachte nur: 'Bitte, es reicht jetzt mit diesem Typen.'"
In dem Podcast "Awards Chatter" des "Hollywood Reporter" verriet sie zudem, dass ihr Co-Star in einer Liebesszene, die sie in einem Schlafsack drehten, angeblich betrunken gewesen sei. Swayze entschuldigte sich schliesslich bei Grey, die beiden drehten "Dirty Dancing" und wurden zu Megastars.
Schwerer Unfall kurz vor ihrem grossen Durchbruch
Der Erfolg des Films über die junge Frances "Baby" Houseman, die sich in den Tanzlehrer Johnny Castle verliebt, war gigantisch. Er spielte 214 Millionen Dollar an den weltweiten Kinokassen ein. Doch Grey konnte das damals nicht geniessen: Einige Wochen vor der Veröffentlichung von "Dirty Dancing" wurde sie zusammen mit ihrem damaligen Partner Broderick in Irland in einen Autounfall verwickelt.
Der Schauspieler sass am Steuer eines Mietwagens, mit dem er frontal in ein anderes Auto fuhr. Dessen beide Insassen starben bei dem Unfall. Grey erlitt ein Schleudertrauma, Broderick wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Später bezeichnete Grey den Vorfall laut "New York Times" als das Traumatischste, was ihr je widerfahren sei.
Anschliessend kam ihre unglückliche Nasenkorrektur. Und aus der weltbekannten "Dirty Dancing"-Schauspielerin wurde kein grosser Hollywoodstar, sondern eine Schauspielerin, die keiner mehr erkannte: weder die Fotografen auf dem roten Teppich, noch ihre Schauspielkollegen.
Jennifer Greys berühmte Ex-Freunde
Ihre grosse Karriere löste sich zunächst in Luft auf. Zum Gesprächsthema machte sie neben ihrer neuen Nase nur noch ihr Liebesleben. Nach Broderick datete sie angeblich unter anderem Johnny Depp (61), Michael J. Fox (63) und William Baldwin (62).
Sie heiratete schliesslich im Jahr 2001 ihren Schauspielkollegen Clark Gregg (62), 20 Jahre später liess sich das Paar, das eine gemeinsame Tochter hat, wieder scheiden.
Kommt bald das grosse Comeback?
Daneben gab es für Jennifer Grey noch Erfolge im Reality-TV. Sie gewann 2010 die Show "Dancing with the Stars". Sie arbeitete zudem als Synchronsprecherin und hatte kleine Auftritte in den Serien "Friends" und "Grey's Anatomy".
Ob sie nun mit 65 Jahren ihr grosses Hollywood-Comeback feiert? Neben "A Real Pain" und "Wish You Were Here" wird auch immer wieder über eine Fortsetzung zu "Dirty Dancing" mit ihr spekuliert. Wie es um dieses Projekt steht, ist derzeit allerdings nicht bekannt. (spot/bearbeitet von mak) © 1&1 Mail & Media/spot on news