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Rapper David oder Prinzessin Suppes? Mit seinem gekrönten Haupt ist er laut dem Händler-Kollegen Wolfgang Pauritsch zumindest "ein Bild für die Götter". Noch spektakulärer als die Geschichte hinter dieser Momentaufnahme ist der erzielte Verkaufspreis für die Rarität.
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"Ach mein Gott im Himmel, da hast du ja wieder richtig Arbeit", kommentiert Horst Lichter, weil Wendela Horz sich nicht nur mit einem Schmuckstück auseinandersetzen muss, sondern mit einem ganzen Ensemble. "Aber ich habe auch viel Spass", erwidert die Expertin.
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Aylin aus Lüchow weiss ihre Mitbringsel weniger zu schätzen als die Expertin. Horz "wäre schon eine erste mögliche Abnehmerin dieses wunderbaren Schmucks, denn sie ist total verliebt und begeistert", erklärt Horst Lichter zur Begrüssung.
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"Ich muss absagen, mir passt das Armband nicht", scherzt der Moderator. Er will mehr über die Provenienz des Schmucks wissen. Aylins Grossmutter habe immer ein Faible für "viel Blingbling" gehabt, berichtet Aylin. Das Set sei eine "Massanfertigung extra für sie" gewesen.
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"Das ist der typische Schmuck der frühen 70er Jahre, das passt in allem so perfekt, man kann es fast nicht glauben", schwärmt Wendela Horz über die "lange Kette aus grossen Gliedern" und den "Ethno-Schick". Zudem seien "sehr viele Mondsteine verarbeitet".
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Insgesamt kommt das Mondstein-Konglomerat laut Expertin auf über 80 Karat. Von dem Material sei man in der Zeit "ganz fasziniert gewesen - nicht nur wegen der Mondlandung in den späten 60ern, sondern auch weil es ein Stein war, der sehr mystifiziert wurde".
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Auch bei Esoterikern sei Mondstein sehr beliebt gewesen. "Und er hat mit dem Mond etwas gemeinsam", fährt Horz fort: "Er scheint von innen heraus von selbst zu leuchten, dabei wird er eigentlich nur von aussen angestrahlt, genau wie unser Mond."
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"Die Naturverbundenheit der 70er" würde sich ebenfalls in dem Schmuck spiegeln. Wendela Horz erkennt zudem: "Alles ist handgemacht." Der Moderator erkundigt sich nach dem Zustand des Schmucks. Horz fällt auf, dass ein Mondstein am Anhänger defekt ist.
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Auch die Steine im Ring "sind stärker strapaziert worden". Ist der Wunschpreis von 9.000 Euro zu hoch? Allein der Goldwert liegt heute bei 8.300, weiss Horz. Sie taxiert auf bis zu 10.000 Euro für die Sammlung. "Alter Schwede!", staunt Lichter und atmet tief durch.
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Aylin stellt die Schatulle vor David Suppes ab. "Das könnte Gold sein, viel Gold", glaubt David Suppes. Zu Recht: Armreif und Ring sind aus 585er Gold, Kette und Anhänger´aus 750er Gold. "Wow", machen Sarah Schreiber und Suppes gleichzeitig.
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Die Mondsteine erkennen Wolfgang Pauritsch und David Suppes. Sarah Schreiber probiert den Armreif an. "Passen tut es schon mal", kommentiert Walter Lehnertz. "Aber ist das denn nichts für eine junge Frau?", wendet sich Schreiber an die Verkäuferin.
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"Wieso denn junge Frau?", stellt David Suppes eine Gegenfrage. Er hat sich die Halskette umgehängt. Deutschrap-Musik wird eingespielt. "Yeah", sagt Suppes und posiert möchtegern-cool. "Ich sehe dich schon damit auf der nächsten Party", amüsiert sich Schreiber.
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Mit einem Startgebot von 3.000 Euro setzt Wolfang Pauritsch gleich zu Beginn ein Zeichen. Sarah Schreiber geht mit, doch Pauritsch macht sofort den nächsten grossen Sprung auf 4.000. Elke Velten steigt ebenfalls ohne kleine Zwischenschritte ein und bietet 5.000.
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Elke Velten erkundigt sich nach dem Materialwert. Aylin nennt zunächst die 8.300 Euro Goldwert, dann den Schätzpreis von 9.000 bis 10.000 Euro. "Was schnaufst du denn?", erkundigt sich Wolfgang Pauritsch scheinheilig bei David Suppes.
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Der Gefragte versucht, Gelassenheit vorzutäuschen: "Ich muss gerade in mich gehen." Wolfgang Pauritsch bietet 7.000 Euro. Suppes hat derweil ausgeschnauft und kontert mit 8.000. Dann überbietet er sich ohne Not selbst und will den Goldwert bezahlen: 8.300.
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Aylin verhandelt weiter. 8.500 möchte sie mindestens verdienen. Suppes ist einverstanden. "Zieh es noch mal um", fordert Wolfgang Pauritsch den Kollegen auf. David Suppes hängt sich erneut sein "Goldkettchen" um. "Du könntest als Rapper durchgehen", findet Pauritsch.
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"Als Mondrapper", stichelt Schreiber. "Setz das mal auf, eigentlich ist das eine Krone", sagt Pauritsch. Suppes krönt sein Haupt mit dem Armreif. Die Kollegen lachen. "Ein Bild für die Götter", findet Pauritsch. "Für die Mondgötter", ergänzt der Rapper-Prinz.
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Eine Bronzestatuette von Fritz Heinemann bringen Chiara und ihr Vater Detlef aus Wolfenbüttel mit zu "Bares für Rares". 1.000 Euro erhofft sich das Familien-Duo. Colmar Schulte-Goltz hält bis zu 3.000 für denkbar. "Respekt!", ist Horst Lichter schwer beeindruckt.
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Liebe auf den ersten Blick? Wolfgang Pauritsch philosophiert über die Bronze-Dame. Sarah Schreiber schwärmt von der "unglaublich schönen Figur". Am Ende aber bezahlt David Suppes mit 3.200 Euro sogar 200 Euro mehr als den ohnehin schon üppigen maximalen Schätzpreis.
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Zwei Leuchten der Doria Werke aus mundgeblasenem Glas wollen Stefan und sein Vater Gerhard veräussern. "Ich bin schockverliebt", erklärt Expertin Annika Rassbach. Ihre Begründung könnte ebenso gut von Lichter stammen: "Für mich sehen sie aus wie zwei Karamell-Drops."
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Vater und Sohn aus Forchheim erhoffen sich 500 Euro. Annika Rassbach sieht bis zu 800 als angemessen an. David Suppes gefällt, dass die Leuchten sowohl an der Decke als auch an der Wand eine gute Figur machen würden. Sarah Schreiber bezahlt 400 Euro.