Horst Lichter und Verkäuferin
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Zu Tränen gerührt: Es ist nicht nur der überraschend hohe Schätzpreis, der Katrin in der Donnerstagsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) emotional macht. Das Schmuckstück war ein Geschenk ihrer verstorbenen Grossmutter. Ein Glückskleeblatt auf der Schatulle wirkt wie ein Wink des Schicksals. Doch der Reihe nach ...
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"Du hast irgendwas mitgebracht", sagt Horst Lichter bei einem flüchtigen Seitenblick. Dann schaut er genauer hin und macht anerkennend: "Oh lala!" Katrin ist sicher, dass sie "ein ausgefallenes Stück" dabei hat. Aber verbindlich beurteilen kann das Wendela Horz.
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"Die hat eine Geschichte", ist Horst Lichter angesichts der opulenten Brosche sicher. Richtig geraten! "Die hat meine liebste Grossmutter mir geschenkt noch zu Lebzeiten", berichtet Katrin. "Ich bin sehr sicher, sie hat sie nie getragen", fügt sie an.
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"Es ist ein ganz interessantes Stück", findet Wendela Horz. "Sehr fein gearbeitet und in einer sehr hohen Goldlegierung - etwas über 750", so die Expertin. Dazu kommen silberne Fassungen, die mit Diamanten bestückt sind.
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"Es gibt sehr viele Amethysten, kleine Saatperlen und in der Mitte eine grosse Zuchtperle", fasst Wendela Horz zusammen. Mit ihrem Auge fürs Detail entdeckt die Expertin einen Hinweis - eine Punze mit einem Hahn.
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Das könne hindeuten "auf eine Entstehung in Portugal um 1938, im Stile des schönen, zarten Barockschmucks", erklärt die Schmuck-Detektivin. Alle Diamanten kämen zusammen auf 1,4 Karat, so Horz. Katrins Preiswunsch: 150 Euro.
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"Das wird nicht gehen", glaubt Lichter, denn der Moderator ahnt: Das Mitbringsel ist deutlich mehr wert. Wendela Horz schätzt den Wert auf bis zu 1.800 Euro. "Sie reizen mich zu Tränen", sagt die Pastorin aus Andernach. "Ist das nicht herrlich?", freut sich Horst Lichter.
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"Guck mal!", fordert Wendela Horz den Kollegen auf, als sie etwas auf der Schmuckschatulle bemerkt: "Wenn das nicht wirkt..." Die Rede ist von einem aufgeklebten Glückskleeblatt. Die Oma "hatte Adleraugen, die hat auf jeder Wiese vierblättrigen Klee gefunden", so Katrin.
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"Jetzt grüsst sie von oben", sagt Wendela Horz. Katrin klopft sich stellvertretend für die Grossmutter selbst auf die Schultern: "Mach das, Kind", hätte die Oma jetzt wohl gesagt, ist sie sicher. Auch Lichter und Horz sind emotional angefasst und drücken die Daumen.
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"Mich hat überrascht, dass meine Grossmutter mir offenbar ein sehr wertvolles Schmuckstück geschenkt hat", erzählt Katrin der Kamera, bevor sie den Händlerraum betritt. Wolfgang Pauritsch darf den Schmuck auspacken. "Eine ganz schöne Brosche", findet der Händler.
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Perlen und Diamantrosen finden sich auf dem Schmuck, staunt Wolfgang Pauritsch. "Da ist aber alles drauf auf der Brosche", meint Walter Lehnertz anerkennend. Auch er begutachtet den Schmuck aus der Nähe.
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"Das ist dann eigentlich im alten Stil", glaubt David Suppes. Katrin bestätigt. "Drei Karat Amethyste vielleicht?", schätzt Wolfgang Pauritsch. Er erkundigt sich, ob das in der Expertise gesagt wurde. "Nein, aber das klingt gut geschätzt, Wolfgang", erwidert Katrin.
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"Was fehlt, ist oben die Öse, das hatte man auch als Anhänger gebaut und das ist abgebrochen", bemängelt Wolfgang Pauritsch. Dennoch ist er bereit, mit 750 Euro ins Wettbieten zu gehen. Elke Velten und Sarah Schreiber steigen ein.
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Velten überschreitet die magische 1.000er-Marke. Als Pauritsch 1.400 Euro bietet, erkundigt er sich: "Was sagt denn die Dame zu unseren Geboten?" Katrin erwidert selbstbewusst: "1.500 wären echt klasse." Sarah Schreiber lässt sich darauf ein. Deal!
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Die 56-jährige Katrin strahlt. "Ist es für dich auch okay?", erkundigt sich Sarah Schreiber beim Rivalen. "Ja natürlich, du warst schneller", behauptet Wolfgang Pauritsch. Zumindest in diesem Moment noch ...
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Sarah Schreiber bringt der Verkäuferin das Geld. "Ich habe viel gelernt", verrät Katrin. "Es war mir eine grosse Freude", sagt sie zum Abschied. Der Kamera verrät sie später: "Ich bin sehr gerührt, dass es noch ein zweites Leben für die Brosche meiner Grossmutter gibt."
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Während Katrin glücklich ist, hält sich die Freude von Wolfgang Pauritsch in Grenzen: "Ich hatte dieses Schmuckstück in Händen, ich habe mich schon als Besitzer gefühlt und dann kommst du um die Ecke", lamentiert er.
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"Annika, ich werde verrückt! Das wäre als kleiner Junge der Traum schlechthin gewesen", schwärmt Horst Lichter angesichts des Feuerwehrauto-Spielzeugs aus den 1950er-Jahren. Celina und Roland, Nachbarn aus Krefeld, wollen es für 80 Euro verkaufen.
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Expertin Annika Rassbach hält mehr für möglich. Sie empfiehlt 140 bis 200 Euro. Walter Lehnertz braucht im Händlerraum zwei Versuche, um die Leiter komplett auszufahren. Käufer wird aber ein Kollege: David Suppes bezahlt 400 Euro.
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"Ja, was haben wir denn jetzt für ein Ding?", staunt Lichter. Die Auflösung: Riaz aus Dietzenbach bietet einen antiken Golfschläger aus Hickory-Holz mit Tasche zum Verkauf. 250 Euro erhofft sich der Verkäufer. Die Expertin empfiehlt bis zu 400.
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Die gute Nachricht, die Horst Licher als Tipp mitgibt: "Drüben sitzt einer, der verdammt gerne golft." Zwei sogar: Walter Lehnertz und Wolfang Pauritsch duellieren sich. Lehnertz bezahlt 250 Euro.