Jury und Kandidaten
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Nein, das ist kein Knick in der Optik. Die ungarische Tanzcrew Urban Verbunk hängt bei "Das Supertalent" (RTL) nicht nur über Kopf, sondern steppt in der Position auch noch. Zudem spielen sie halbnackt mit viel Wasser rum, was vor allem Jurorin Ekaterina Leonova gefällt. Bruce Darnell, Dieter Bohlen und Neu-Juror Tony Bauer aber auch. Vier Jas für "grosses Kino".
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Mentalmagier und Gedankenleser Christoph Kuch schaffte es nicht nur, die Zahlen zu raten (Anzahl der Töchter des Publikums), sondern sagte dann auch die exakte Geburtszeit und den Namen einer Tochter voraus. "Das ist krass", japst Backstage-Moderatorin Victoria Swarovski. Finden die Juroren auch. "Das hat mich überzeugt", meint Bohlen. Alle geben ein Ja.
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Zirkusartist Daniel Simu zeigt Paarakrobatik - mit seinem selbstgebastelten und programmierten Roboter Robin. Die beiden drehen synchrone Pirouetten und zeigen witzige Elemente. "So was habe ich noch nie gesehen", staunt Bohlen. Deshalb gibt's für den Holländer und seinen putzigen Partner auch drei Ja-Stimmen. Nur Tony Bauer ist nicht so angetan.
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"Wenn wir die 50.000 Euro gewinnen, können wir alle zusammen in Urlaub." Die Lucky Kids, der Kinderchor der Rheinischen Musikschule in Köln, haben grosse Pläne und viel Elan. Sie singen und tanzen ein Hit-Medley, natürlich auch einen Bohlen-Song. Das ist schön anzusehen. Im Publikum sind alle Eltern. Einer davon brüllt: "Goldener Buzzer!" Und Bruce steht auf ...
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Vorher war Sängerin Amelie noch ziemlich cool, jetzt aber heult sie. Allerdings vor Freude - denn Bruce drückt tatsächlich, gemeinsam mit den Lucky Kids, den goldenen Buzzer. Im Konfetti-Regen wird gejubelt. "Ich kann halt nicht Nein sagen", schmunzelt Bruce. Aber er mahnt auch: "Hart arbeiten, synchroner werden. Überlegt euch fürs Finale was Tolles."
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Die Messoudi Brothers waren vor fünf Jahren schon mal da, erreichten, damals noch zu dritt, das Finale und wurden 2020 Zweite. Jetzt haben sie eine neue Show. Sie jonglieren. Dieter Bohlen ist kein Fan: "Ich hasse Jonglage, das ist eigentlich langweilig." Allerdings haben die Messoudi Brothers was Besonderes zu bieten: den doppelten Jonglage-Strip!
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Die Kegel fliegen zwischen den Messoudi Brothers hin und her - und die beiden ziehen sich dabei aus. Und dann wieder an - sie tauschen die Klamotten. Ekats Augen strahlen, Bruce jubelt: "Das ist Supertalent! Mega, mega, mega." Tony: "Wenn die Unterhose geflogen wäre, hätte ich Gold gedrückt." Nur Bohlen ist Miesepeter. Aber dreimal Ja reicht ja.
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Kimberly Winters Talent hat sie sogar ins Guinness-Buch der Rekorde gebracht. Bruce missversteht es allerdings. Als sie "singt", glaubt er, sie hätte sich verschluckt und eilt zu Hilfe. Dabei ist das Talent: Kimberly rülpst einen Aretha-Franklin-Song. Alle vier Juroren sagen Nein. Ekat: "Das ist ein Talent, ja. Aber nicht mein Geschmack."
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Die zehnjährige Alisa und ihre Mama Ievgeniia bilden das Luftakrobatik-Duo "Adventures" aus der Ukraine. Bis vor wenigen Jahren war noch Papa Mikahail Mamas Partner, aber der starb vor anderthalb Jahren. Und die kleine Alisa nahm seinen Platz ein. "Ich bin noch nicht so gut wie Papa, aber stolz, an seiner Stelle zu sehen." Die Story berührt alle.
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"Duo Adventures" bieten nicht nur traumhafte Luftakrobatik am Ring, sondern erzählen mit der Darbietung ihre Geschichte von einer grossartigen Mutter-Tochter-Bindung. "Ich habe jeden Moment genossen", sagt Ekat gerührt. Tony gesteht, Gänsehaut gehabt zu haben. "Dein Paps ist ganz, ganz stolz", sagt er. Ganz klar: Die beiden bekommen viermal Ja.
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Zugegeben: Ryan spielt das Akkordeon anders als andere. Er albert dabei rum, hüpft und twerkt sogar. Aber für die nächste Runde reicht es trotzdem nicht. Aber: "Du hast Spass" gehabt, sagt Bruce, und das Publikum auch. Ekat: "Du hast gute Laune verbreitet - und du hast schöne Haare." "Du auch", sagt der höfliche Ryan und geht raus mit Applaus.
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Bei YouTube firmiert Alan Portugal als "Selbstmord-Akrobat". Da ist was dran, denn er hat sich bei einem Stunt sogar schon mal das Genick gebrochen und nur knapp überlebt. Er lässt sich aus sechs Metern Höhe auf ein kleines Polster fallen. Jury und Publikum stockt der Atem, Schreie des Entsetzens. Aber mit Happy End: Viermal Ja. "Das war geil", meint Tony.
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Tänzer Alexander Leshchenko verzaubert alle mit einer einmaligen Darbietung. Er tanzt zu digitalen Licht- und Showeffekten. Bruce: "Das ist die Zukunft des Entertainments." Tony: "Das war die geilste Augsburger Puppenkiste, die ich jemals gesehen habe." Ekat lobt: "Das war Tanzen auf hohem Niveau, krass." Auch Bohlen ("Tolle Inszenierung") sagt Ja.
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Sänger Jayden Swingewood (16) aus Duisburg hatte einen Traum: "Einmal vor Dieter Bohlen singen - und der wird heute wahr." Er ist also schon ein Sieger. Er singt "Arcade" von Duncan Laurence, und zwar so, dass Dieter fragt: "Warum hier und nicht bei DSDS?" Jayden schlagfertig: "Ich wollt' den Bruce auch mal sehen." Kann er die Jury überzeugen?
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Jayden sieht aus wie ein Boygroup-Star und er singt auch so. "Mit 16 so ein Gefühl rüberzubringen, ist was Besonderes", lobt Bohlen. Tony, aus Duisburg wie Jayden, sagt: "Als Duisburger bin ich stolz, dass bald mal einer von uns in der Zeitung steht, der nix mit Messerstechereien zu tun hat." Bruce ist so berührt, dass er Jayden umarmt: viermal Ja!
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"Aaaaah!" Die komplette Jury zuckt erschrocken zusammen, als plötzlich die Horror-Magier "Forest of Haunts" auftauchen. Der weibliche Teil sieht aus wie ein Zombie und zieht sich erst mal eine Nadel aus dem Hals. Dann hüpft ein Monster-Hase (r.) aus dem Versteck und treibt die Jury von den Sitzen. Danach nehmen sich die beiden Dieter und Bruce vor.
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Dieter wählt Luftballons aus, die über Bruces Kopf zerplatzt werden. Es regnet Konfetti. Wow. Der letzte Ballon wird über dem Jury-Pult "geöffnet" - und er enthält Würmer! "Iiiiih", ekelt sich Ekat. Das tat übrigens 2024 auch Heidi Klum, als die Gruppe "Forest of Haunts" im US-Pendant "America's Got Talent" auftrat. Damals wie heute mit Erfolg: Sie kommt weiter.
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"Ich liebe Sicherheit", sagt der norwegische Clown Viggo Venn. Das sieht man ihm an, denn er trägt Warn-Weste. Und zwar mehrere übereinander. Der Norweger macht im Prinzip nichts anderes, als sich eine Weste nach der anderen auszuziehen und dabei über die Bühne und kreuz und quer Grimassen schneidend durch die Halle zu hüpfen. Ist das ein Supertalent?
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Dafür, dass Viggo auf Sicherheit achtet, ist er ganz schön unvorsichtig. Er stolpert, fällt, zweimal sogar von der Bühne vor Dieter Bohlens Füsse. Aber er macht seine Minimal-Nummer derart sympathisch, dass alle im Publikum Tränen lachen. Auch Bohlen. Der steht auf und drückt den goldenen Buzzer. Zwei Gold-Acts in einer Show gab's noch nie.